Das Modell:

Das Konzept beruht auf dem Modell eines so genannten Gesundheitshauses mit insgesamt sechs Handlungsfeldern. Das Projektmanagement basiert auf den bekannten PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act) nach DEMING (vgl. The Deming-Cycle), der zu einer kontinuierlichen Verbesserung von Prozessen beiträgt.

Unternehmen_Gesundheit

 

Auf eine umfassende Analysephase (Erstellung eines Gesundheitsberichtes, darin enthalten AU-Profile, Altersstrukturanalysen, Ergebnisse aus einer Mitarbeiterbefragung, Krankenkassenreports u.a.) folgt die Entwicklung von Maßnahmen für die Mitarbeiterschaft (unter Beteiligung der Mitarbeitenden bzw. dafür eingesetzter Projektgruppen), welche im Anschluss in der Evaluationsphase ausgewertet wird. Hier stehen im ersten Durchlauf die Themen „Führungskräfteentwicklung“, „Motivation“ und „wertschätzende Kommunikation“ im Fokus.

Die zweite Maßnahmenphase konzentriert sich auf die Entwicklung. Hier wird ein Konzept erarbeitet, was nach Abschluss der Projektlaufzeit auch anderen Unternehmen der Sozialwirtschaft zur Verfügung gestellt werden kann, die an einer dauerhaften Implementierung von Gesundheitsmanagement interessiert sind. Um der Flexibilität Rechnung zu tragen, wird ein so genannter „Werkzeugkasten“ entwickelt, der Möglichkeiten zur Implementierung darstellt. Betriebliches Gesundheitsmanagement stellt kein einheitliches Verfahren dar, sondern ist immer angepasst an die bestehenden Unternehmensprozesse, -Strukturen und –Kulturen einzuführen. Die Stärke des Projektes ist vor allem die Tatsache, dass die entwickelten Konzepte in sehr unterschiedlich aufgestellten bzw. strukturierten und großen Unternehmen (zum Vergleich: Die Partnerunternehmen beschäftigen  zwischen 180 und 900 Mitarbeitende) erprobt wurden. Anpassungen konnten während der Projektlaufzeit direkt vorgenommen werden. Demzufolge bietet das Projekt die einmalige Gelegenheit, ein Konzept für mehrere Unternehmensgrößen „durchzuspielen“ und es der Sozialwirtschaft zur Verfügung zu stellen.

 

Das Projekt / Gesundheitshaus:

Ziel des Projekts ist die dauerhafte Implementierung eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements in sechs beteiligten Unternehmen der Behindertenhilfe (vgl. Logos) – angepasst an die internen Strukturen, die sich unterschiedlich gestalten.

Handlungsspielräume ergeben sich in sechs verschiedenen Handlungsfeldern: Führungskompetenz/Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)/Beruflicher Wandel/Verhaltens- und Verhältnisprävention/Arbeitsschutz u.– sicherheit/Familie und Beruf im Gleichgewicht (vgl. Abb. bzw. hier Verweis auf entsprechende Stelle).

Gesundheit wird hier im Sinne der Salutogenese als Prozess verstanden, der auf zahlreichen Ebenen des Menschen abläuft und sich nicht auf die bloße Abstinenz von Krankheit reduziert.

Die bis dato erreichten Meilensteine belegen, dass eine Grundvoraussetzung bei der Umsetzung von Gesundheitsmanagement das Commitment der Geschäftsleitung in allen Häusern war und ist. Außerdem spielt die Einbindung von Betriebsräten und Führungskräften wie auch die Sensibilisierung der Mitarbeitenden eine entscheidende Rolle, bevor überhaupt erste Maßnahmen auf den Weg gebracht werden konnten. Dies ist ausnahmslos in allen beteiligten Unternehmen mit unterschiedlichen Methoden gelungen, was die Evaluation belegt.

Neben Einzelmaßnahmen in den Unternehmen finden auch gemeinsame Veranstaltungen statt, so beispielsweise zur Umsetzung von Betrieblichem Eingliederungsmanagement. Hier werden Austausch und das Lernen voneinander im Hinblick auf Nachhaltigkeit gefördert und bis zur Umsetzung professionell begleitet.